Prozess-Tanks

Für Misch-, Reaktions- und temperaturgeregelte Prozesse in industriellen Anwendungen

Prozessbehälter sind Behälter, die für die gezielte Durchführung mechanischer, thermischer oder chemischer Prozesse ausgelegt sind. Im Gegensatz zur reinen Lagerung ermöglichen sie die aktive Behandlung von Medien unter definierten Betriebsbedingungen.


Typische Auslegungsparameter:

  • Integration von Rührwerken, Wärmetauschern und Messtechnik
  • Betrieb unter kontrollierten Temperaturbedingungen und, falls erforderlich, unter Druck
  • Entwickelt für kontinuierliche oder chargenweise ablaufende Prozesse

Technische Definition und Funktion

Sie werden verwendet, um:

  • Medien mischen oder homogenisieren
  • Chemische oder physikalische Reaktionen durchführen
  • Temperaturgesteuerte Prozesse steuern (Heizen, Kühlen)
  • Die festgelegten Prozessbedingungen über einen bestimmten Zeitraum aufrechterhalten

Im Gegensatz zu Lagertanks liegt der Schwerpunkt nicht auf der Lagerung, sondern auf der gezielten Umwandlung oder Aufbereitung des Mediums.

Hintergrundgrafik

Typische Anwendungsbereiche

Prozessbehälter werden für folgende Zwecke eingesetzt:

  • Mischprozesse mit Flüssigkeiten oder viskosen Medien
  • Reaktionsprozesse unter definierten Bedingungen
  • Temperaturgeregelte Prozesse
  • Homogenisierung oder Stoffübertragung
  • Kontinuierlicher oder Chargenbetrieb

Die konkrete Ausgestaltung hängt ab von:

  • Viskosität und Fließeigenschaften des Mediums
  • Reaktionskinetik oder Anforderungen an die Durchmischung
  • Temperaturregelung und Wärmeübertragung
  • Erforderliche Prozesssteuerung und Messtechnik

Technische Auslegung und Optionen

Materialien

  • Edelstahl in geeigneten Güteklassen, je nach Anforderungen des Mediums
  • Optionale Spezialwerkstoffe für bestimmte Betriebsbedingungen

Betriebsparameter

  • Für bestimmte Temperaturbereiche ausgelegt
  • Wahlweise Druck- oder Vakuumbetrieb
  • Berücksichtigung mechanischer Belastungen durch Rührwerke
  • Entwickelt unter Berücksichtigung von Korrosionsbeständigkeit, Abriebfestigkeit und Reinigungsfreundlichkeit

Ausstattungsoptionen

  • Rührwerke (verschiedene Geometrien und Leistungsbereiche)
  • Heiz- und Kühlsysteme (z. B. Mantel, Heizschlangen)
  • Messtechnik (Temperatur, Druck, Füllstand, Prozessparameter)
  • Isolierung
  • Interne Komponenten zur Prozessoptimierung
  • Anschlüsse für Reinigungssysteme
  • Schnittstellen für Automatisierung und Steuerung

Vorschriften und Normen (Auswahl je nach Anwendungsfall)

  • PED (für druckgeprüfte Konstruktionen)
  • ASME
  • ATEX (für explosionsgefährdete Bereiche)
  • Weitere projektspezifische Vorschriften und Normen

Die anzuwendenden Normen werden entsprechend dem Prozess und den Betriebsbedingungen ausgewählt.

Größen, Designs und Fertigung

Prozessbehälter werden individuell nach den jeweiligen Prozessanforderungen und im Hinblick auf die Integration in die Anlage konstruiert und gefertigt.

Typische Merkmale:

  • Einzelteilfertigung in der Werkstatt bis zu ca. Ø 7,5 m möglich
  • Segmentierte Bauweise und Montage vor Ort bei größeren Anlagen
  • Einbindung von Prozesskomponenten bereits während der Fertigung
  • Berücksichtigung von Belastungen durch Einbauten und den Betrieb

Die Fertigung erfolgt unter kontrollierten Bedingungen mit dokumentierter Qualitätssicherung.

Hintergrundgrafik
  • Gezielte Prozesssteuerung im Behälterinneren – Einbeziehung mechanischer und thermischer Einflüsse
  • Hohe Flexibilität bei der Auslegung – Anpassung an unterschiedliche Prozessanforderungen
  • Integration mehrerer Funktionen – Mischen, Temperaturregelung und Prozessüberwachung in einem System
  • Effiziente Wärmeübertragung – durch geeignete Heiz- und Kühlsysteme
  • Anpassbare Prozessparameter – durch die Kombination von Rührwerk, Messtechnik und Steuerung
  • Lebensmittelindustrie
  • Pharmaindustrie
  • Chemische Industrie
  • Petrochemische Industrie
  • Schüttgutumschlag
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